Angedacht im September
Am 1. September ist der letzte Ferientag in NRW. Jetzt beginnt das neue Schuljahr und für viele Menschen auch wieder der gewohnte Arbeitsalltag. Und bei manchen auch wieder Stress und Hektik. Es ist nicht leicht, dem etwas in unserer schnelllebigen Welt entgegenzusetzen.
Um menschliche Arbeit geht es auch im #monatsspruch aus Prediger 4,6. In den zwei Versen redet der Autor von Anstrengung, Neid, Rastlosigkeit und Vergängliches. Nun rät er zu Bescheidenheit: „Besser eine Hand voll mit Ruhe als beide Fäuste voll mit Mühe und Haschen nach Wind.“
Natürlich ist das häufig leichter gesagt als getan. Gerade wenn es Menschen bei uns gibt, die zwei oder gar drei Berufen nachgehen müssen, um über die Runden zu kommen. Heute wird oft von „work-life-balance“ gesprochen. Ich mag den Begriff nicht. Wenn die Arbeit nicht zum Leben gehört, läuft von vornherein vieles falsch. Aber es ist auch richtig, dass die Arbeit nicht das ganze Leben bestimmen soll. Wie kann es gelingen, dass Gerechtigkeit und faire Bezahlung auch in der Arbeitswelt Einzug halten? Wie und wo kann ich tatsächlich zur Ruhe kommen, um mein Leben nicht von Mühen bestimmen zu lassen?
Manchmal ist es hilfreich, sich zurückzunehmen, nachzudenken und nach Begleitung und Hilfe zu fragen – auch Gott. Das gilt aber nicht nur im Jahr 2026 sondern letztlich für alle Zeiten. Darum ist beispielhaft auf dem Bild der Vers aus dem 4. Jh. v. Chr. in einer Bibel aus dem Jahr 1630 auf einem Lesepult aus dem 19. Jh. dargestellt.
Mit freundlicher Genehmigung: Stephan Zeipelt / Werkstatt Bibel - oikos Institut