Angedacht im August

Die Weltmeisterschaft der Superlative ist nun seit zwei Wochen vorbei. Der Fifa-Präsident bezeichnete es als das „größte Ereignis der Menschheitsgeschichte“. Ein Event der Fülle könnte man sagen. Doch bei Vielen hinterlassen die vielen Extreme einen faden Nachgeschmack. So fühlt sich ein Leben in Fülle, nach dem wir uns sehnen, sicher nicht an.

Im #monatsspruch für den #august26 sagt Jesus: „Ich bin gekommen, dass sie das Leben haben und es in Fülle haben.“ (Johannes 10,10) Wenn wir uns den Wanderprediger vorstellen, der vor 2000 Jahren diese Botschaft gepredigt hat, dann ahnen wir, dass er nicht die von Luxus und Superlativen gespickte Fülle der Konsum- und Eventkultur beschrieb. Im Gegenteil, wer ihm nachfolgte gab oft bereitwillig auf, was ihn materiell absicherte und folgte der Sehnsucht nach einem anderen erfüllten Leben.

 

Auf dem Bild sehen wir die Nachbildung einer Handmühle aus biblischer Zeit, die im Bibelmuseum in Münster gezeigt wird. Wer sie ausprobiert, ahnt: „Es war mühselig, sein Mehl zu mahlen.“ Er schmeckt aber auch, wie intensiv das Aroma eines frisch gemahlenen Kornes ist. Ein daraus selbst gebackenes Brot ist etwas anderes als ein maschinell designtes Produkt aus dem Supermarkt. Und ein selbst gelebtes Leben an der Seite von Jesus, ist etwas anderes als ein designtes Leben, das der glitzernden Konsumwelt folgt. Sicherlich ist es in manchen Punkten mühseliger und möglicherweise auch entbehrungsreich. Doch fade wird dieses von Jesus versprochene Leben in Fülle sicherlich nie.