Angedacht im März

Der Monatsspruch für #märz2026 ist einer der kürzesten Verse der Bibel: „Da weinte Jesus.“ (Joh 11,35).

Jesus steht am Grab seines Freundes Lazarus. Die ganze Geschichte (Joh 11,1-45) steckt voll Glauben, Zweifel, Hoffnung, Zorn und Mitgefühl. Gefühle, die wir in solchen Grenzsituationen kennen. Und mittendrin zeigt der kurze Vers Jesu Menschlichkeit. Herbert Grönemeyer singt: „Der Mensch heißt Mensch, weil er erinnert, weil er kämpft und weil er hofft und liebt, weil er mitfühlt und vergibt.“ Jesus ist zu 100% Mensch. Und er ist gleichzeitig zu 100% Gott. Am Ende darf Lazarus zurück ins Leben.

Das Bild zeigt ein Chrismatorium aus dem 18. Jh. – angelehnt an die Bedeutung des Titels „Christus“ = „Gesalbter“. Ein ehemaliges Stundenbuch, aufwändig mit Gold und Silber verziert. Die besondere Aufbewahrung für Öle und Hostien zeigt die enge Bindung an die Heilige Schrift. Seit der Alten Kirche werden Menschen in Erinnerung an Jesus mit Salböl zu bestimmten Anlässen, wie die Krankensalbung, gesalbt.

Jesus kennt unsere Tränen, Abschiede und Ohnmacht. Wo Menschen leiden, kommt er nicht als Zuschauer. Er kommt als der, der mitleidet und mitträgt. Und gleichzeitig dürfen wir voll Glauben und Hoffnung vertrauen, dass er als Auferstandener uns von allem Leid befreien wird.

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