Das Jahr 2026 beginnt mit Liebe – zumindest was den #monatsspruch für Januar 26 angeht. „Du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft.“ Dieser Vers steht im 5.Mose 6,5. Er ist zentraler Bestandteil des Sch‘ma Israel, dem Grundbekenntnis des Volkes Israel. Dieser Vers steht auch im Neuen Testament. Jesus zitiert ihn in Markus 12,30 wörtlich. Dort verbindet er das Gebot der Gottesliebe mit dem Gebot der Nächstenliebe (aus 3. Mose,19,18) und misst beidem die gleiche Wertigkeit zu.
Unser Bild schafft ebenso eine Verbindung über Jahrhunderte hinweg. Dort ist die Michaelisbibel von 1720 zu sehen, die den hebräischen Text gerahmt von lateinischen Erklärungen zeigt. Daneben ist der Vers in der Kreativbibel zu sehen, die die Lesenden einlädt, sich den Text zu eigen zu machen und zu gestalten.
„Du sollst Gott lieben!“ - Braucht Gott unsere Liebe? Nein, denn er ist schon in sich selbst Liebe.
Bei dem Gebot Gott zu lieben geht um die Beziehung. Unsere Verbindung mit ihm, die nur die Liebe schaffen kann.
Die Liebe verbindet uns mit Gott. Sie verbindet uns mit den Generationen Jahrhunderte und Jahrtausende vor uns. Die Gottesliebe verbindet uns als Christen mit dem jüdischen Volk. Und sie verbindet uns mit dem Menschen neben uns, den wir als unseren Nächsten erkennen können.
Ein wirklich guter Start also in das neue Jahr: Wir dürfen lieben und in Gottes Liebe verbunden sein. Immer wieder neu.
Mit freundlicher Genehmigung: Stephan Zeipelt / Werkstatt Bibel - oikos Institut