Gedanken zum Monatsvers Februar

An dieser Stelle soll es in diesem Jahr zu den jeweiligen Monatsversen ein paar Gedanken geben. Unten drunter bleibt die Jahreslosung stehen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, als Download die bisherigen Kurzandachten noch einmal nachzulesen, falls das gewünscht ist.
Angedacht: 
Was gibt es zu lachen?

Der Monatsvers für Februar kommt, wie die Jahreslosung, aus dem 1. Buch Mose, nur wenige Kapitel später und ist damit also eine Fortsetzung.
 
Sara aber sagte: Gott ließ mich lachen. (1. Mose 21,6)
 
Sara sagte diesen Satz, als sich nach langen Jahren des Wartens, des Zweifelns, des Hoffen und Bangens endlich den Sohn zur Welt gebracht hatte, den Gott ihr verheißen hatte.
Kinderlosigkeit war damals eine Schande. Nachdem Abraham und Sara versucht hatten, Gott ins Handwerk zu pfuschen und Saras Dienerin Hagar von Abraham schwanger wurde, gab es Verwicklungen und Intrigen. Alles unnötig und menschengemacht, aber eben auch dem menschlichen Zweifel und der menschlichen Ungeduld geschuldet.
Diese Eigenmächtigkeit von Sara und Abraham kann man insofern noch besser verstehen, wenn man bedenkt, dass beide schon sehr alt geworden waren. Nach menschlichem Ermessen war ein eigenes Kind zumindest für Sara nicht mehr möglich.
Trotzdem hat Gott sein Versprechen eingehalten und Sara diesen eigenen Sohn Isaak geschenkt.
 
Ich möchte dich einladen, mal auf dein Leben zurück zu blicken:
Wo hat Gott in deinem Leben „viel zu lange“ gebraucht, bis er eingegriffen hat?
Hat er dann doch alles zum Guten gewendet?
Hast du dich so gefreut, dass du lachen konntest?
 
Gottes Zeitgefühl deckt sich oft nicht mit dem unseren. Wir hätten meistens am liebsten die Lösungen immer sofort. Geduld, Zuversicht und Vertrauen in seine Wege sind nicht unbedingt unsere menschliche Stärke.
Gott ist eben kein Wunscherfüllungsautomat. In unserer Geschichte hatte Gott ein riesiges Versprechen gegeben: Sara und Abraham sollten die Stammeltern eines großen Volkes werden, dass Gott als sein Volk auserwählt hatte. In diesem Umfang ist das sicher weder damals noch heute alltäglich.
 
Trotzdem gilt uns allen die größte Verheißung, das größte Versprechen überhaupt, dass Gott geben kann, nach Johannes 3, 16:
Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn opferte, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.
 
Das Versprechen ist noch viel größer, als ein leibliches Kind. Das Versprechen verlangt jedoch von uns Vertrauen in Gott, dass er das wirklich wahr macht. Wie gern hätten wir  einen Vertrag mit Siegel und Unterschrift. Vielleicht kann die Bibel für dich zu diesem persönlichen Brief mit dem Vertrag werden. Dann schenkt er auch dir Saras Lachen!
Mit lachendem Gruß,
Anja Wippermann
Angedacht: Was gibt es zu lachen?
zum Monatsvers Februar
Habt ihr schon die Losung für 2023 gelesen? Sie lautet:
 
„Du bist ein Gott, der mich sieht.“ 1. Mose 16,13
 
Das sagt Hagar, die Magd von Sarah, in einer bedrückenden, beängstigenden Situation. Sie floh vor ihrer Chefin, mit der sie sich beharkte. Hagar wurde anmaßend, weil sie im Gegensatz zu Sara schwanger geworden war. Sara wollte sie dann los werden. Allerdings weiß Hagar keinen anderen Ausweg, als eine Flucht in die Wüste. Es wird ihr klar, dass sie ihr Pläne ändern muss, dass kein leichter Weg vor ihr liegt, aber dass sie eben auch nicht in der Wüste sterben muss. Sie wird von Gott gerufen und bekommt eine Verheißung.
 
Vielleicht blicken wir mit Zuversicht auf 2023, vielleicht auch mit Sorge. Hagar kann uns ein Beispiel sein, „trotzdem“ auf Gott zu vertrauen, auf seine Zusagen und Verheißungen; was immer unser persönliches „Trotzdem“ ist.

Ein tolles Poetry zur Jahreslosung von Petra Halfmann findet ihr unter folgendem Link: "Du bist ein Gott, der mich sieht"  (Evtl. die Werbung überspringen oder abwarten ;) )

Ein gesegnetes neues Jahr wünscht euch
Anja Wippermann